E-3 Ausgabe April 2010: Hidden Champion - SAP stellt neue Version von Business One (SBO) vor
1. April 2010
Das aus Israel zugekaufte ERP-Paket SAP Business One entwickelt sich nach einer langen Phase des Einschwingens zu einem erfolgreichen Produkt im Softwaremarkt für Kleinbetriebe. Jetzt gibt es eine beachtenswerte Innovation.
SAP kündigte in Hannover auf der CeBIT die seit Langem avisierte Version 8.8 von SBO an. Die integrierte betriebswirtschaftliche Standardsoftware für kleinere Unternehmen ist offiziell noch im Ramp-up. Eine E-3 Umfrage unter SBO-Partnern hat ergeben, dass 8.8 sehr stabil ist und de facto den gleichen Entwicklungsstand wie die Vorgängerversion 2007 hat. Demnach ist ein sofortiger Einsatz dieser runderneuerten, schnelleren und wesentlich erweiterten SBO-Version nur zu empfehlen, meint man etwa beim SAP-Partner Versino.
Die neue Version kann sich in deutlich kürzerer Zeit amortisieren, ist anpassungsfähig und soll noch einfacher zu bedienen sein. Darüber hinaus werden Bestandskunden von verbesserter Funktionalität, Leistungsfähigkeit und Benutzerfreundlichkeit profitieren. Dies wird beispielsweise durch die integrierten Analysefunktionen aus dem BusinessObjects-Portfolio möglich, die Unternehmen einen besseren Einblick in ihre Geschäftsabläufe erlauben und damit eine Basis für fundierte, schnelle Entscheidungen bieten. Die Version 8.8, die in enger Zusammenarbeit mit SAP-Mittelstandspartnern entwickelt wurde, vereinfacht darüber hinaus die Integration mit dem Partner-Ecosystem und in Unternehmensnetzwerke: So lassen sich Niederlassungen schneller und günstiger mit der Unternehmenszentrale verbinden, die ERP 6.0 im Einsatz haben. Bei über 150 Kunden weltweit wird die neue Version von SBO, die sich seit August 2009 in der Ramp-up-Phase befindet, derzeit erprobt. Ende April dieses Jahres soll sie allgemein verfügbar sein.
Die neue Version enthält ein Upgrade-Wizard, mit dem sich die Aktualisierung einfach und mit minimaler Unterbrechung des Geschäftsbetriebs durchführen lässt. Aufgrund der flexiblen Geschäftsplattform von SBO lassen sich Kerngeschäftsprozesse direkt steuern und zusätzliche Funktionalität im Lauf der Zeit hinzufügen. Partnerlösungen und weitere Services können integriert werden. Weiterhin geplant ist, dass Kunden ihre Lösungen einfach mit cloud-basierten Anwendungen, Mash-ups sowie Anbindungsmöglichkeiten an Mobilgeräte erweitern können. Die Version 8.8 enthält darüber hinaus Funktionen zur Datenarchivierung, um die Betriebskosten in wachsenden Unternehmen zu senken. Insgesamt 40 Länderversionen unterstützen die Arbeit in unterschiedlichen Zeitzonen und sorgen für die Einhaltung der jeweiligen gesetzlichen Auflagen. Gleichzeitig wurde SBO nun endlich mit einer Datev-Schnittstelle für die Gehaltsabrechnung in Deutschland ausgestattet.
Bei SAP-Partnern wie Versino stößt die neue Version von SBO auf ein sehr positives Echo. Die aktualisierte Lösung kann schnell implementiert werden und deckt spezifische Anforderungen der Kunden ab: Von traditionellen betriebswirtschaftlichen Funktionen über leistungsstarke E-Commerce-Funktionalität bis hin zu hybriden Geschäftsmodellen, bei denen beides gefordert ist. SAP und die Partner planen weitere Neuerungen für SBO im Laufe des Jahres 2010. Geplant sind integrierte Web-2.0-Funktionen sowie Anbindungsmöglichkeiten an soziale Netzwerke und Lösungen, die eine verstärkte Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen ermöglichen. „Die Innovationen von SAP Business One werden die Art und Weise maßgeblich verändern, wie Inhaber kleiner Unternehmen ihr Geschäft steuern“, sagt Robert Viehmann, Leiter der weltweiten Entwicklung von SAP Business One. „Kleine Betriebe müssen in die Lage versetzt werden, ihr Geschäftsmodell schnell mit einer flexiblen IT-Plattform anzupassen, die sich umgehend auf geschäftliche Veränderungen einstellt. Mit 8.8 können Inhaber und Manager von Unternehmen schneller Entscheidungen treffen, die sich auf Echtzeitinformationen stützen. Darüber hinaus sollte Unternehmenssoftware jederzeit ebenso leicht wie eine typische Internetanwendung zu bedienen sein.“
(Quelle: E-3 Ausgabe April 2010)
